• Interview mit Sibylle Buderath

    Wie bist Du auf eigenart aufmerksam geworden und seit wann bist Du
    dort Mitglied ?

    Als ich 1992 an den Bodensee zog, entdeckte ich kurze Zeit später „eigenart“. Mir gefiel, was dort von den verschiedenen Künstlern angeboten wurde. Hochwertiges Kunst-Handwerk - alles Unikate, ausgesuchte Geschenkartikel - geschmackvoll dekoriert und präsentiert. Und dann wurde ich 1996 gefragt, ob ich Interesse hätte, meine Aquarelle an einem eigenen Platz im Laden anzubieten. Da habe ich nicht lange gezögert! Inzwischen ist „eigenart“ für viele Freunde meiner Kunst die erste Adresse, wenn sie den Bodensee besuchen.

    Zeigst Du bei eigenart nur große Aquarelle?

    Nein, da die Wände im Laden begrenzt sind, beschränke ich mich hier auf kleinere Originale (übrigens sind die „Mini“-Originale inzwischen kleine Sammlerstücke). Für größere Bilder habe ich in meinem Bermatinger Atelier mehr Platz.

    Was gibt’s noch von Dir?

    Kunstkarten in drei Größen, auch welche mit Texten zu verschiedenen Anlässen, fünf Bücher, Kunstdrucke, einige mit (alterungsbeständigem) Passepartout. Dann Teelichtschirme und Geburtstagskalender. Ein großer Blumenkalender ist für 2016 in Vorbereitung. 

    Aquarelle malen war schon immer Deine Passion?

    Ja, schon seit 1981 hat mir diese Art zu malen Freude gemacht, und ich konnte so am besten meine Empfindungen und Eindrücke zu Papier bringen. Eine große Naturverbundenheit und die Liebe zu den Details von vorrangig Blumen und Pflanzen prägen mich seit meiner Kindheit. Vermutlich hat auch mein Großvater, der Lithograph und Maler war, daran seinen Anteil.

    Was liebst Du am Aquarell?

    Die Farbverläufe, die durch die Verbindung mit Wasser entstehen. Ich liebe die kräftigen Farben, aber auch die zarten subtilen Töne in vielen Nuancen.

    Was sind Deine Sujets in der Aquarellmalerei?

    Ich male in der Natur, was mich fasziniert, setze mich mit der Form und Farbigkeit auseinander und male Früchte, Muscheln, Blumen, Gräser, Tiere, Landschaften (den Bodensee!), Städteansichten oder deren Details, - übrigens mit Farben höchster Lichtbeständigkeit.

    Immer wieder sieht man Mohn in Deinen Bildern...

    Das stimmt. Mohn zu malen liebe ich sehr. Am frühen Morgen das Aufplatzen der Knospe beobachten, die knittrigen roten oder rosa Blütenblätter - zart, seidig, vergänglich. Das Aquarell bleibt. „und darin die Seele der Malerin“, wie kürzlich ein eigenart-Besucher meinte...